Abwechslungsreiche Landschaften, beeindruckende Großstädte und unvergessliche Schreine und Tempel: Japan bietet Individualreisenden bei der Routenplanung die Qual der Wahl. Wir haben im November das Land bereist und viele spannende Tipps mitgebracht. So wird deine nächste Japan Rundreise 3 Wochen lang zum absoluten Jahreshighlight.

Wer in das Land der aufgehenden Sonne reist, landet meist am internationalen Flughafen Tokio Haneda. Von dort aus bringt dich die halbautonome Monorail direkt in die Großstadt und damit zum Start deiner Rundreise durch Japan. Vorher solltest du allerdings folgende Frage für dich klären: Geht's weiter in den Norden oder doch lieber in den Süden?

Achtung Spoiler! Wir sind einige Wochen lang durch Japan mit dem Zug gefahren und haben uns für den Süden entschieden. Entlang der Route gen Süden liegen viele Städte und Sehenswürdigkeiten, für die Japan bekannt ist: Wie beispielsweise die ehemalige Kaiserstadt Kyoto, die weiße Burg Himeji, das geschichtsträchtige Hiroshima und der idyllische Blick auf den Mt Fuji. Auf der Route zwischen den drei Städten finden sich viele Möglichkeiten, um "abzubiegen" oder auch weiterzufahren – je nachdem, ob du mit Auto oder Zug unterwegs bist, kannst du deine Route ganz individuell und nach deinem Geschmack gestalten.

Foto: Benjamin Bernotat

Tipps für deine Routenplanung

#1: Wetter

Beachte bei deiner Routenplanung das Wetter. Denn Japan liegt in unterschiedlichen Klimazonen und je nachdem, wo du hinreisen möchtest, können die Temperaturen stark schwanken.

Besonders beliebt ist die Reisezeit zur blühenden Kirschblüte im Frühjahr: Die Preise steigen, die Städte sind überfüllt und Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte sind schnell ausgebucht. Im Sommer kannst du den Mount Fuji besteigen, im Winter hingegen fällt vor allem im Norden viel Schnee. Die Herbstmonate sind aufgrund des bunten Laubes beliebt und bieten eine angenehme Temperatur zum Wandern und Sightseeing.

#2: Aktivitäten

Mache dir deswegen vorher Gedanken, was du in Japan sehen und unternehmen willst. Lieber Ski fahren oder doch surfen? Am Strand liegen, Städte besichtigen, wandern oder sogar pilgern? Je nachdem ist es sinnvoll, deine Reiseroute anzupassen.

Einen Tipp für einen traumhaften Surf-Spot in Japan findest du hier:

3 traumhafte Surf Spots, an die du im ersten Moment nicht gedacht hast
Du möchtest das Meer auf dem Surfboard genießen und suchst nach außergewöhnlichen Surf Spots? Diese drei Orte sind einen näheren Blick wert.

#3: Fortbewegung

Möchtest du das Land lieber mit dem Auto erkunden oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Wir haben uns für die Variante Zug entschieden und können es nur empfehlen. Besonders der Schnellzug Japans, der Shinkansen, bringt dich innerhalb von wenigen Stunden und Minuten an dein Reiseziel. Er ist komfortabel und mit dem Japan Rail Pass besonders einfach zu nutzen. Die jeweiligen Regionen haben selbst auch Rail Pässe, die es ermöglichen, dass du nicht immer ein einzelnes Zugticket kaufen musst.

Japan Rundreise für 3 Wochen

Bereist du das asiatische Land für drei Wochen, hast du genügend Zeit, um unterschiedliche Facetten von Japan kennenzulernen. Besonders in den größeren Städten lohnt es sich, mehr Zeit einzuplanen und ausgiebig auf Erkundungstour zu gehen. Je weiter südlicher du reist, umso ländlicher wird es. Perfekt für lange Wanderungen durch unberührte Natur!

Du planst eine Japan Rundreise für 3 Wochen? Dann schau doch mal auf der Karte hier vorbei. Dort findest du unsere Tipps für deine Routenplanung:

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Tag 1-4: Tokyo

Die Hauptstadt Japans ist mit zahlreichen Vierteln das vibrierende Zentrum des Landes. Ob in Shibuya, in Shinjuku oder etwas außerhalb des Stadtkerns: In Tokyo gibt es unglaublich viel zu entdecken. Rund um die Metropole kannst du alleine schon zwei Wochen verbringen. Überlege dir deswegen gut, was du sehen willst oder lass dich einfach treiben.

Tag 4-6: Hakone

Wir lassen Tokyo vorerst hinter uns und steigen in den Zug nach Hakone. Die kleine Stadt direkt an einem Fluss gelegen, ist nach den quirligen Tagen in Tokyo eine idyllische Abwechslung. Ein Bus bringt dich kurvenreich durch die Berge zum Lake Ashi. Von hier aus kannst du an sonnigen Tagen einen Blick auf den Mt Fuji erhaschen und einen untouristischen Tempel besuchen.

Tag 6-9: Kyoto

Die ehemalige Kaiserstadt ist es wert, sie für mehrere Tage zu erkunden. Kleine traditionelle Häuser, imposante Schreine und aussichtsreiche Wanderungen erwarten dich hier.

Mehr Tipps und Highlights zu Kyoto findest du in unserem Travel Guide

Kyoto Travel Guide
Kyoto neu entdeckt: Tempel, Wälder, Ramen & viele Geheimtipps. Der ultimative Kyoto Travel Guide für deinen nächsten Trip auf carryme.to.

Tag 9 - 10: Nara

Viele Reisende unternehmen von Kyoto aus einen Ausflug nach Nara. Die Kleinstadt ist bekannt für ihren Nationalpark mit freilaufenden Rehen und Hirschen sowie für sehenswerte buddhistische Tempel. Plane dir dafür also genügend Zeit ein. Wir empfehlen sogar, in der Stadt zu übernachten und es mit einem Besuch im Onsen, einem Bad in einer heißen Quelle, zu verbinden. So hast du genügend Zeit und kannst die Sehenswürdigkeiten unabhängig von den Touristenströmen entdecken.

Foto: Benjamin Bernotat

Tag 10 - 13: Osaka

Osaka ist laut, modern und vielfältig. Die Stadt ist nicht so traditionell wie Kyoto, hat aber dafür andere spannende Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten wie z. B. die Universal Studios zu bieten. Zudem lohnt es sich, einen Tagesausflug nach Kobe einzuplanen.

Tag 13 - 15: Himeji

Himeji ist bekannt für ihre weiße Burg, die 1993 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Wer die Burg von innen sehen möchte, sollte möglichst morgens oder abends dort vorbeischauen. Außerdem lohnt es sich, mit dem Bus zum buddhistischen Tempel Engyō-ji zu fahren. Wenig touristisch, idyllisch auf einem Berg gelegen und als ehemaliger Drehort des bekannten Films "Last Samurai" lässt sich dort viel Zeit an der frischen Luft verbringen.

Foto: Benjamin Bernotat

Tag 15 - 17: Hiroshima

Die Stadt hat aufgrund ihrer Geschichte einen ganz eigenen und dennoch positiven Vibe. Dem Peace Memorial Museum solltest du auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Plane dir hier genug Zeit ein, denn es ist wirklich super interessant und bringt dir den Atombombenangriff sehr anschaulich näher.

Am besten machst du auch einen Ausflug auf die Insel Miyajima. Die Aussicht vom Mt. Misen ist atemberaubend und das Tori im Wasser sowohl bei Flut als auch bei Ebbe ein tolles Fotomotiv.

Tag 17 - 19: Aso

In der Stadt Aso selbst passiert nicht viel. Beeindruckender ist eher die Vulkanlandschaft und der dazugehörige Nationalpark. Also Wanderschuhe geschnürt und los geht’s! Übrigens ist schon die Fahrt mit der Regionalbahn durch die unberührte Natur Japans Richtung Aso ein absolutes Highlight.

Tag 19 - 21: Tokyo

Plane sorgfältig Zeit mit ein, um vom Süden wieder zurück nach Tokyo zu fahren. Mit dem Zug dauert das zwar eine Weile, aber funktioniert dafür wirklich super (und pünktlich!). Besonders mit dem Shinkansen sind die vielen Kilometer kein Problem und gleichzeitig noch eine absolut komfortable Art zu reisen.

Noch ein Tipp für den perfekten Abschlussabend in Tokyo: Schau mal bei der Rainbow Bridge vorbei. Sie bietet einen einzigartigen Blick auf Tokyo.

Foto: Benjamin Bernotat

Wir wünschen dir viel Spaß bei deiner Rundreise durch Japan!